Gratulation

Erfolgreicher Abschluss in schwierigen Zeiten

Schreiner – eine kreative Alternative bei der Lehrstellensuche

Am Freitag, 17. Juli fand die Abschlusszeugnisübergabe der Schreinerauszubildenden der Berufsschule Neu-Ulm in der Aula (natürlich unter Coronabedingungen) statt. Da die öffentliche Ausstellung der Gesellenstücke und Arbeitsprobenwerkstücke leider entfallen musste, wurden die Zeugnisse im kleinen Rahmen überreicht.

Alle Anwesenden waren von der Kreativität der Auszubildenden und der Qualität der Werkstücke überzeugt und begeistert. Ausgestellt waren die Gesellenstücke, die nach eigenständigen Ideen und Planungen gefertigt werden müssen. Hier zeigt sich inzwischen der Wandel eines Handwerksberufes zum modernen, maschinenorientierten Beruf, bei dem Materialvielfalt, modernes Design, Experimentierfreudigkeit und Innovation mit klassischen Fertigkeiten kombiniert werden.

Ebenfalls ausgestellt wurden die Arbeitsaufgabe 1 – ein Schlüsselkästchen mit Rahmentür – das unter Prüfungsbedingungen in der Schulwerkstatt in 7 Stunden nach einem vorgegebenen Plan gefertigt werden muss.

Wir gratulieren allen Absolventen/innen hier besonders hervorzuheben sind unsere beiden Asylbewerber, die nach fünf Jahren in Deutschland den Berufsschulabschluss und die Gesellenprüfung im Schreinerhandwerk mit hervorragenden Leistungen abgelegt haben.

Die coronabedingten Unterrichtsausfälle wurden von allen Schülern/innen gut genutzt und mit teilweiser Online-Beschulung zur Prüfungsvorbereitung überbrückt. Nach Wiederbeginn der Präsenzbeschulung wurde der Schwerpunkt auf der praktischen Beschulung und der Vertiefung der C-Kenntnisse für das Zeichnen am PC (CAD) und die Programmierung des computergesteuerten Fertigungszentrums (CNC) an der Berufsschule gelegt.

Gerade in den jetzigen Zeiten der schwierigen Lehrstellensuche kann die Ausbildung zum Schreiner durch die Besonderheit des Berufsgrundschuljahres (BGJ) eine kreative und sinnvolle Lösung sein. Das BGJ kann ohne Ausbildungsvertrag an der Berufsschule Neu-Ulm absolviert werden. In der vollzeitschulischen Ausbildung werden die Grundkenntnisse der verschiedensten Materialien, Werkzeuge und Maschinen in der Theorie gelernt und die Hälfte der Zeit in der Werkstatt an handlungsorientierten Werkstücken in die Praxis übertragen. Hier steht vor allem der sichere Umgang mit Handwerkzeugen, Hand- und Standardmaschinen im Vordergrund. Ebenso liegt ein großer Schwerpunkt der BGJ-Ausbildung in der Schulung der C-Techniken (CAD VectorWorks, Origin  Shaper, Laserschnitt und CNC NC-Hops), um den heutigen Anforderungen des Berufes gerecht zu werden. Kreativität und die Schulung für genaues Arbeiten ergänzen die Fertigkeiten eines heutigen Schreiners. Der erfolgreiche Abschluss des BGJ wird von allen Schreinereien als erstes Ausbildungsjahr anerkannt und hilft, mit fundierten Grundkenntnissen und Fertigkeiten in die restliche Ausbildungszeit (2 Jahre) im dualen Modus den Abschluss als Geselle/in zu erreichen. Für Auskünfte kann jederzeit an der Berufsschule Neu-Ulm (www.bsnu.de) angefragt werden.

Gratulation auch an alle, die für die weiterführenden Wettbewerbe der Handwerkskammer Schwaben und des Fachverbandes Schreiner Bayern Die Gute Form gemeldet wurden und teilgenommen haben.

https://www.schreiner.de/fuer-schreiner/messen-events/innungswettbewerb-die-gute-form/gesellenstuecke-2020

28. Juli 2020

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